Biennale-Guide

Biennale-Guide

  • Johnny Talbot und Adrian Runhof verraten ihre ganz persönlichen Highlights und Hotspots von der Biennale Arte 2019

  • Must-See

    Pflicht sind natürlich die beiden Haupt-Locations der Biennale, die Parkanlage Giardini (Calle Giazzo) und der Arsenale. Hier kann man zwischen all den Pavillons auch schon mal den Überblick verlieren. In den Giardini sollten Sie aber unbedingt dem Schweizer Pavillon einen Besuch abstatten, den Talbot Runhof als Outset-Sponsor mit unterstützt hat. Hier sieht man die filmische Installation „Moving Backwards“ der Künstlerinnen Pauline Boudry und Renate Lorenz, in der durch Tanz auf die aktuelle politische Situation Bezug genommen wird.

    Im Arsenale empfiehlt sich der Besuch im Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Münchner Sam Bardaouil und Till Fellrath zeigen sich als Kuratoren dafür verantwortlich. Ausgestellt wird hier eine poetische Video-Installation der arabischen Dichterin und Filmemacherin Nujoom AlGhanem, die sich mit den unterschiedlichen Ebenen von Vertreibung beschäftigt.

    Auch die Arbeit von Zukunftsforscherin Hito Steyerl dürfen Sie sich im Arsenale nicht entgehen lassen. Sie schickt den Besucher auf kleinen Stegen direkt hinein in ihre Videoinstallation, einen digitalen Garten Eden, der die Welt von Morgen entstehen lässt.

    Am Canale Grande lohnt sich besonders der Besuch im Palazzo Contarini Polignac (Sestiere Dorsoduro, 874) – nicht nur wegen der hier ausgestellten Werke des Füssener Künstlers Günther Förg. Auch der Palazzo selbst ist einfach spektakulär. Im komplett erhalten historischen Interieur wirken die modernen Arbeiten umso schöner. Teilweise wurden die Bilder auf alten Wandteppichen gehängt – ein großartiger Kontrast zu den modernen, teilweise knalligen Werken. Nicht minder beeindruckend ist aber auch der Palazzo Grimani (Ruga Giuffa, 4858). Hier werden Werke des Heidelbergers Sandro Kopp ausgestellt und Arbeiten von Helen Frankenthaler. Beide unbedingt sehenswert!

    Nur zu Fuß zu erreichen ist der aserbaidschanische Pavillon, direkt am Campo Santo Stefano. Hier beschäftigten sich unterschiedliche Künstler mit virtueller Realität. Unser Highlight hier: die Installation „Circular Repetition“ von Orkhan Mammadov.

    Sleep

    Nur zwei Minuten vom Markusplatz entfernt liegt das berühmte Hotel Bauer. Hier feiern während der Eröffnungswoche der Biennale die Stars der Kunstszene bis tief in die Nacht und stoßen im Hof auf die Kunst und manchmal auch nur auf sich selbst an. Wer also nicht unbedingt das Bedürfnis hat, die Nacht durchzuschlafen, quartiert sich hier ein. Profis hingegen nehmen nur einen Drink und nächtigen in einem ruhigeren Hotel. Also lieber im „Metropole“ (Riva degli Schiavoni, 4149) einchecken. Hier schläft man nicht nur besser und vor allem durch, auch die hauseigene Bar gehört zu den schönsten der Stadt und lässt selbst die legendäre „Harrys Bar“ alt aussehen.

    Eat

    Klassisch venezianisch essen Sie im „Locanda Montin“ (Fondamenta Borgo, 1147). Das Restaurant ist in der wuseligen Stadt eine echte Oase, in der man traumhaft im grün überdachten Garten dinieren kann. Das wusste übrigens auch schon Kunstmäzenin Peggy Guggenheim zu schätzen, die das Restaurant regelmäßig besuchte.

    Für den „besten Fisch der Stadt“ geht Adrian Runhof gerne in das „Lineadombra“ (Dorsoduro 19). Unbedingt bei schönem Wetter reservieren, denn hier gibt es auch eine Terrasse, die in den Giudecca-Kanal gebaut wurde – die spektakuläre Aussicht gibt es inklusive. Lineadombra-Chef Marco Bolla verriet uns beim Besuch, dass das in dieser Art einmalig ist und heute garantiert nicht mehr genehmigt werden würde.

    Drinks

    Den Apéro kann man ruhigen Gewissens im weltberühmten „Caffè Florian“ (Piazza San Marco, 57) einnehmen. Am späten Nachmittag sitzt man hier nicht nur relaxt in der Abendsonne und kann das Dolce Vita genießen, auch viele Touristen verlassen dann bereits schon die Stadt. Aber unter uns: Nach dem zweiten oder dritten Aperol Spritz lassen sich selbst größere Reisegruppen ertragen. Im Übrigen sollten Sie sich nicht wundern, dass hier pro Gast auch immer eine Musikpauschale auf der Rechnung erscheint. Diese wird aufgrund der gebotenen Live-Musik berechnet, dafür nehmen die Musiker aber auch Musikwünsche entgegen.

    What to wear

    „Ein Fit-and-Flare-Kleid mit ausgestelltem Rock“, das ist für Johnny Talbot das ultimative Biennale-Dress. Damit sind Sie perfekt auf den Tag vorbereitet. Denn so machen Sie nicht nur in den Pavillons und Palazzi Bella Figura, am Abend können Sie damit von der letzten Ausstellung auch direkt perfekt gestylt zum Dinner gehen.

    Sollten Sie wirklich zu Fuß unterwegs sein, sind flache Schuhe ein Muss. Oft liegen weite Strecken zwischen den Ausstellungsorten. Abends können Sie Ihr Outfit dann aber ganz schnell mit Stilettos upgraden.

    Ach ja, unverzichtbares Accessoire ist in Bella Italia natürlich die Sonnenbrille. Locals tragen diese bis zur einsetzenden Dämmerung.

    Tipp

    Das Vaporetto oder Wassertaxi sollten Sie sich unbedingt sparen und die Stadt lieber zu Fuß erkunden. Auf technische Gadgets, also die Navigation durchs Handy, sollten Sie sich hierbei allerdings nicht verlassen. Das GPS findet Sie in den engen Gässchen ohnehin nicht und schickt Sie deshalb wahllos von einer Ecke in die Nächste. Deshalb lieber eine kurzzeitige Orientierungslosigkeit in Kauf nehmen und einfach losgehen! So entdecken Sie nicht nur neue Ecken der Stadt, sondern erleben vielleicht auch das ein oder andere überraschende venezianische Abenteuer.

  • Johnny Talbot und Adrian Runhof (v.l.) im Schweizer Pavillon © Privat
    Eric Erhardt, Sam Bardaouil, Johnny Talbot, Adrian Runhof, Nujoom AlGhanem und Till Fellrath (v.l.) im Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate © Privat
    Installation „Passage“ von Nujoon AlGhanem im UAE-Pavillon © PR
    Künstler-Duo Eva & Adele und Adrian Runhof in den Giardini © Privat
    Installation von Zukunftsforscherin Hito Steyerl im Arsenale © Privat
    Werke von Sandro Kopp im Palazzo Grimani © Privat
    Förg-Exhibition im Palazzo Contarini Polignac © PR
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